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CfP PROKLA 210: Sozial-ökologische Transformationskonflikte und linke Strategien

2022-05-10

Die eindringlichen Warnungen von Klima- und Geowissenschaftler:innen, der Krise der Weltökologie noch rechtzeitig zu begegnen, reißen nicht ab. Vor dem Hintergrund eines sich rapide schließenden Zeitfensters drohen katastrophische Eskalationsdynamiken. Aktuell und auf absehbare Zeit wird die ökologische Frage daher eine wesentliche Dimension in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen und Konflikten darstellen. In kaum einem anderen Politikfeld jedoch ist die Kluft zwischen einem (weitgehend) allgemein geteilten Anspruch sowie einem immer offensichtlicher werdenden Handlungsdruck auf der einen und den zögerlichen realen Veränderungen auf der anderen Seite so frappierend. Kritische sozialwissenschaftliche Analysen sehen für diese Kluft wesentlich verantwortlich: eine auf Wachstum ausgerichtete kapitalistische Produktionsweise und eine konsensuale Verankerung ressourcenintensiver Lebensweisen.

PROKLA 210 widmet sich sowohl der Begriffs- und Fallanalyse von sozial-ökologischen Transformationskonflikten als auch deren strategisch-politischer Bearbeitung von links. Im Mittelpunkt stehen die folgenden Fragen: Wodurch sind sozial-ökologische Transformationskonflikte hierzulande und international gekennzeichnet? Wie übersetzen sich ökologische Krisenerscheinungen in soziale Konflikte und vice versa? Wie könnten angesichts der Dramatik der Situation linke Strategien aussehen?

Hier geht es zum ausführlichen Call for Papers.

Frist für Exposés ist der 19. Juni 2022.

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Bd. 52 Nr. 206 (2022): Corona und die Folgen: Gewinner, Verlierer und Chancen für eine neue Gesellschaftspolitik
					Ansehen Bd. 52 Nr. 206 (2022): Corona und die Folgen: Gewinner, Verlierer und Chancen für eine neue Gesellschaftspolitik

Seit zwei Jahren bestimmt die COVID-19-Pandemie Politik und Gesellschaft. Oft wurde betont, sie wirke wie ein Brennglas – nicht nur im Pflegebereich und im Gesundheitswesen. Das Heft will eine Zwischenbilanz ziehen und kritische Perspektiven diskutieren. Wie wird es nach der Corona-Katastrophe weitergehen? Was bringt die mit der Pandemie einhergehende wirtschaftliche Krise mit sich, was etwa folgt aus der Zerrüttung grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten für die transnationale Gewerkschaftsarbeit? Was bedeutet der alltagspolitische Diskurs um »Systemrelevanz« für die Perspektive einer neuen (sozial-ökologischen) Politik der Arbeit? Wie konnten Amazon & Co die Krise nutzen und ihre Marktmacht ausbauen? Wie übersetzten sich die globalen Ungleichheiten und Dynamiken auf die Impfstoffproduktion und -verteilung? Ist von einer dauerhaften »Rückkehr des Staates« auszugehen? Wenn ja, was bedeutet das konkret? Und schließlich geht es um die Frage, welche Rolle Wissenschaft für die Politik und ihre Durchsetzung spielt – gerade in den letzten beiden Jahren.

Veröffentlicht: 2022-02-28
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