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CfP PROKLA 212: Ostdeutschland

2023-01-04

Ostdeutschland gilt immer wieder als »Problemzone« (Steffen Mau), die eine Vielzahl von Fragen aufwirft. In den letzten Jahren drehten sich mediale Berichte dabei vor allem um die Themen Rechtspopulismus und den Rückhalt der AfD, Demokratieverdruss, Russlandfreundlichkeit oder Impfskepsis. Es fehlt aktuell nicht an Aufmerksamkeit für Ostdeutschland, was sich auch in zahlreichen sozialwissenschaftlichen Auseinander­setzungen insbesondere zu den politischen Verwerfungen zeigt. Allerdings besteht bei der Analyse des Phänomens »Ostdeutschland« die Gefahr, eine geringe demokratische Beteiligung und die geringe Strahlkraft liberaler Orientierungsangebote zu verabsolutieren, anstatt dass die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse und Kämpfe untersucht werden, die sich darin artikulieren.

In der PROKLA 212 wollen wir daher die Betrachtung der Gesellschaft Ostdeutschlands auf das polit-ökonomische Fundament fokussieren. Damit soll einerseits die verstreute Forschung zu diesem Thema gebündelt und ein Beitrag zu ihrer Selbstverständigung geleistet werden. Andererseits sollen die Analysen eine praktische Handreichung für diejenigen sein, die in die sozialen Kämpfe Ostdeutschlands involviert sind.

Hier geht es zum ausführlichen Call for Papers.

Frist für Exposés ist der 20. Februar 2023

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Aktuelle Ausgabe

Bd. 52 Nr. 209 (2022): Die Linke zwischen Krise und Bewegung
Titelbild Ausgabe 209: Die Linke zwischen Krise und Bewegung

Nach dem Wahldebakel der Partei DIE LINKE im Herbst 2021 sahen die einen die Linke als Ganzes am Abgrund. Andere sahen – etwa mit Blick auf soziale Bewegungen – eine erneuerte Linke am Horizont aufscheinen. Innerhalb dieses Spannungsfeldes von drohendem Niedergang und hoffnungsvollem Aufbruch diskutiert die PROKLA die Fragen: Was zeichnet die Krise der Linkspartei aus und woraus resultiert sie historisch? Welche Impulse geben soziale Bewegungen für eine gesellschaftliche Linke? Was lässt sich aus den Debatten um Klassen- und Identitätspolitik für die Linke schlussfolgern?
Die Ausgabe widmet sich deshalb nicht allein der Krise der Partei DIE LINKE, sondern verortet diese im Kontext einer insgesamt krisenhaften und geschwächten gesellschaftlichen Linken. Gleichzeitig sollte eine Krisenanalyse nicht nur darauf abzielen, Pessimismus zu verbreiten, sondern auch bestehende Möglichkeiten und produktive Momente aufzeigen, die aus dieser hinausführen. Das Heft kann somit als Suchbewegung gelesen werden, um unterschiedliche Konfliktlinien zu vermitteln und mögliche Auswege aus der Krise zu skizzieren.

Veröffentlicht: 2022-11-30
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