Die Automobilindustrie steht vor gewaltigen Umwälzungen. Mehr noch: Eingeschliffene Muster der Produktion und Organisation von Mobilität insgesamt haben die Gesellschaften der entwickelten Kapitalismen in eine Sackgasse manövriert. Die neue PROKLA widmet sich deshalb der Krise und Transformation der Automobilität in ihren ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Dimensionen. Der Schwerpunkt der vorliegenden PROKLA ist jedoch breiter als ursprünglich geplant. Die drei Beiträge, die sich unmittelbar mit der (Krise) der Automobilität befassen, sind deshalb eingebettet in eine umfassendere Auseinandersetzung mit (ökologischen) Krisen des Kapitalismus. Gegenstand der aktuellen Ausgabe sind auch die Wirtschaftskrise in der Türkei und – anschließend an die Diskussion in Heft 191 – die Verknappung günstigen Wohnraums im finanzdominierten Akkumulationsregime. Auch werfen wir in einem Beitrag einen kritischen Blick auf die gegenwärtige Renaissance der Klassenfrage, die in aktuellen politischen Entwicklungen wie dem Aufstieg der Rechten verortet wird, der Zersplitterung der Linken sowie dem Niedergang der Sozialdemokratie.

Veröffentlicht: 2018-12-14