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Call for Papers für PROKLA 225 (Heft 4, Dezember 2026): Materialistisch forschen in Zeiten globaler Umbrüche

2026-03-23

Inmitten geopolitischer Spannungen, sozioökonomischer und ökologischer Krisendynamiken und autoritärer Tendenzen sehen wir uns im Feld der materialistischen Gesellschaftsforschung mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Einerseits müssen wir uns den sich wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen analytisch stellen; andererseits gilt es, die eigenen Voraussetzungen, Arbeitsbedingungen und immer enger werdenden Möglichkeitsräume für materialistische Forschung kritisch zu hinterfragen. Dabei haben sich die Konflikte im Vergleich zur PROKLA 167 (2012) zugespitzt: Die »Perspektiven der Gesellschaftskritik heute« gilt es zu aktualisieren, um sowohl die politischen Bedrohungslagen für kritische Wissenschaften zu reflektieren als auch den eigenen Begriff materialistischer Forschung zu präzisieren.

Ziel der PROKLA 225 ist es, den Stand, die Herausforderungen und Perspektiven materialistischen Forschens in Zeiten gegenwärtiger sozialer Umbrüche abzubilden.

Hier geht es zum ausführlichen Call for Papers für PROKLA 225 (4/2026).

Frist für Exposés ist der 4. Mai 2026. Zusendung bitte an: redaktion [at] prokla.de.

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Bd. 56 Nr. 222 (2026): Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik
					Ansehen Bd. 56 Nr. 222 (2026): Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik

Mit technischen Innovationen gingen schon immer Fortschrittsversprechen wie auch Erfahrungen von Macht und Ohnmacht einher. Auch heute steht Technik wieder im Zentrum von Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Arbeitsteilung, Macht, Teilhabe und Zukunft. Wie aber ist das Verhältnis von Technik, Ohnmacht und Emanzipation beschaffen? Insbesondere digitale, vernetzte Technik, wie etwa Künstliche Intelligenz oder »Big Data«-Technologien, ist allgegenwärtig und lädt auch im Alltag zur intensiven Nutzung ein. Technik produziert nicht nur bestimmte Arbeits- und Distributions-, sondern auch Konsumptions-, Begehrens- und Lebensweisen. Ob wir derzeit den Aufstieg einer neuen Produktions- und Regulationsweise erleben, die der Einfachheit halber oft als »digitaler Kapitalismus« bezeichnet wird, ist umstritten.

In der PROKLA 222 fragen wir nach dem Charakter und den Auswirkungen dieser Veränderungen: Welche gesellschaftlichen Folgen haben die neuen Technologien? Aber auch: Auf welche emanzipatorischen Lernprozesse wider die Ohnmacht können wir uns stützen und wie lassen sie sich – auch mit Technik – verallgemeinern?

Mit Beiträgen von Madeleine Böhm, Franziska Cooiman, Philipp Frey, Felix Gnisa, Helen Hester, Yannick Kalff, Pamela Kenne, Isabell Mader, Isabelle Puccini, Lucas Reinehr, Christoph Scherrer, Dorothea Schmidt, Mariana Schütt, Sebastian Sevignani, Sandra Sieron, Ingo Stützle und Kauã Arruda Wioppiold.

Veröffentlicht: 2026-03-02

Editorial

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