Stammarbeiter und Krisenbetroffenheit

Fallanalysen zur Differenzierung der Krisenbetroffenheit angelernter Arbeiter

  • Rainer Dombois
Schlagworte: Krise, Arbeiterbewegung, Krisenbetroffenheit, Krisenbearbeitung

Abstract

Die inzwischen langjährige Massenarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik läßt die Frage aufwerfen, wieso eine derart weitreichende Verletzung strategischer Lebensinteressen der lohnabhängigen Bevölkerung weder offene politische Legitimationskrisen entzündete noch eine stärker auf die Abwehr betrieblicher Arbeitsplatzvernichtung gerichtete gewerkschaftliche Interessenpolitik zu erzwingen vermochte (1). Auch Diskussion und Kampf um die Arbeitszeitverkürzung haben nichts daran geändert, daß - so etwa bei der Krisenregulierung im Saargebiet - der Abbau von Arbeitsplätzen auf betrieblicher Ebene ohne nennenswerte Konflikte durchgesetzt wird und Gewerkschaften und Betriebsräte allenfalls auf die Milderung oder Umverteilung von Krisenlasten drängen - dies freilich um den Preis der Vereinnahmung in Entscheidungs- und Legitimationsmuster, die eine Mobilisierung der Betroffenen ausschließen (2).

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Veröffentlicht
1979-09-01
Zitationsvorschlag
Dombois, R. (1979). Stammarbeiter und Krisenbetroffenheit. PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 9(36), 161-191. https://doi.org/10.32387/prokla.v9i36.1632
Rubrik
Artikel des Heftschwerpunkts