Der Affekt des vermeintlichen Siegers

Zu Hauke Brunkhorsts Auseinandersetzung mit Antiintellektualismus und Konservatismus

Autor/innen

  • Horst-Dieter Zahn
  • Lutz Raphael

DOI:

https://doi.org/10.32387/prokla.v18i70.1304

Schlagworte:

Antiintellektualismus, Konservatismus, Intellektuelle, Kultur

Abstract

Die Tagesordnung der politischen Diskussion wird seit geraumer Zeit nicht mehr von der kritischen Intelligenz festgelegt. Die »Themenführerschaft« wurde an die Neokonservativen abgegeben. Ist dies bloß das (letzte) Aufbäumen der »deutschen Manadarine« gegen die im Zuge der Demokratisierung erfolgte gesellschaftliche Institutionalisierung der Rolle kritischer Intellektueller, die ihren entscheidenden Schub in den sechziger Jahren erhielt - wie dies Hauke Brunkhorst behauptet- oder spiegelt sich darin vielmehr eine Krise des Projekts der Modeme wider, die auch Position und Funktion der kritischen Intellektuellen umfaßt? Der Neokonservatismus kann auf tiefgreifende gesellschaftliche Enwicklungen bauen. Insbesondere die Gruppe der »Modernitätstraditionalisten« hat ein analytisches Instrumentarium entwickelt, mit dem sie die Ambivalenz der kulturellen Prozesse der achtziger Jahre erfassen und auf die sie ideologisch-politisch einwirken kann. Eine Geringschätzung des westdeutschen Neokonservatismus durch kritische Intellektuelle ist irreführend.

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Veröffentlicht

1988-03-01

Ausgabe

Rubrik

Artikel des Heftschwerpunkts