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Call for Papers für PROKLA 227 (2/2027): Politische Ökonomie der Faschisierung

2026-09-16

Autoritäre Kräfte sind weltweit auf dem Vormarsch. Sie regieren mittlerweile in vielen Staaten, nicht nur in der (Semi-)Peripherie, sondern auch in kapitalistischen Zentren wie den USA und Italien. In Deutschland bildete die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Anfang September 2026 einen vorläufigen Kulminationspunkt der fortschreitenden Rechtsverschiebung. Mit dem Wahlsieg der AfD stellen sich auch hier immer drängender Fragen im Hinblick auf die Auswirkungen einer rechten Regierungsbeteiligung.

Immer wieder taucht bei der gegenwärtigen unübersichtlichen Gemengelage und Neuformierung von Herrschaftsverhältnissen die Frage auf, inwiefern die autoritären Tendenzen als Faschisierungsprozess zu bestimmen sind bzw. ob es sich bei den entstehenden Regimes um einen »neuen Faschismus« handelt. Uns scheint es sinnvoll, von Prozessen der Faschisierung zu sprechen, deren Ausgang offen ist und die auch nicht nur von eindeutig als »rechts« zu bezeichnenden Akteuren geprägt werden. Von Interesse für die PROKLA sind daher konkrete Analysen von Transformations- und Wandlungsprozessen gesellschaftlicher Teilbereiche, von Phänomenen und Strukturelementen der Faschisierung.

Hier geht es zum ausführlichen Call for Papers für PROKLA 227 (2/2027).

Frist für Exposés ist der 9. November 2026. Zusendung bitte an: redaktion [at] prokla.de.

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Aktuelle Ausgabe

Bd. 56 Nr. 224 (2026): Kämpfe ums Recht
					Ansehen Bd. 56 Nr. 224 (2026): Kämpfe ums Recht

Das Recht scheint aktuell wieder stark politisiert. Während die Rechtsstaatlichkeit bisher eng mit der Verfassung, politischer Demokratie und dem Schutz von Minderheiten verbunden war, steht dieses liberale Rechtsverständnis heute zunehmend infrage. Seit dem Erstarken autoritärer Kräfte wird gar das Recht selbst vermehrt zur Zielscheibe und zum Austragungsort inhaltlich-politischer Konflikte. Aber auch gesellschaftliche Fragen von Einkommensverteilung, Gerechtigkeit und Emanzipation werden mithilfe von Rechtskämpfen bearbeitet: Das Arbeitsrecht etwa steht in vielen Regionen der Welt unter Beschuss. Auch das Umweltrecht und das Recht auf einen bewohnbaren Planeten sind wiederkehrende Themen multipler Krisenerscheinungen und Konflikte. Die Menschenrechte von Frauen, Queers und Trans* werden immer wieder bedroht, und Mobilitäts- und Asylrechte werden zunehmend eingeschränkt, was ebenfalls zu Rechtskämpfen führt. In der PROKLA 224 werden die bisherigen Debatten und Anwendungsbereiche des Konzepts »Rechtskämpfe« analysiert und zusammengeführt.

Mit Beiträgen von Francesca Barp, Christoph Broer, Sonja Buckel, Anne Engelhardt, Jana Faber, Luise Freitag, Sabine Hess, Nikolai Huke, Ben Hundertmark, Maren Kirchhoff, Sarah Klosterkamp, Andrea Kretschmann, Sarah Kruck, Janika Kuge, Vincent op ’t Roodt, Maximilian Pichl, Tino Petzold, Felix Syrovatka und Carolina A. Vestena.

Veröffentlicht: 2026-08-27

Editorial

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