Call for Papers für PROKLA 227 (2/2027): Politische Ökonomie der Faschisierung
Autoritäre Kräfte sind weltweit auf dem Vormarsch. Sie regieren mittlerweile in vielen Staaten, nicht nur in der (Semi-)Peripherie, sondern auch in kapitalistischen Zentren wie den USA und Italien. In Deutschland bildete die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Anfang September 2026 einen vorläufigen Kulminationspunkt der fortschreitenden Rechtsverschiebung. Mit dem Wahlsieg der AfD stellen sich auch hier immer drängender Fragen im Hinblick auf die Auswirkungen einer rechten Regierungsbeteiligung.
Immer wieder taucht bei der gegenwärtigen unübersichtlichen Gemengelage und Neuformierung von Herrschaftsverhältnissen die Frage auf, inwiefern die autoritären Tendenzen als Faschisierungsprozess zu bestimmen sind bzw. ob es sich bei den entstehenden Regimes um einen »neuen Faschismus« handelt. Uns scheint es sinnvoll, von Prozessen der Faschisierung zu sprechen, deren Ausgang offen ist und die auch nicht nur von eindeutig als »rechts« zu bezeichnenden Akteuren geprägt werden. Von Interesse für die PROKLA sind daher konkrete Analysen von Transformations- und Wandlungsprozessen gesellschaftlicher Teilbereiche, von Phänomenen und Strukturelementen der Faschisierung.
Hier geht es zum ausführlichen Call for Papers für PROKLA 227 (2/2027).
Frist für Exposés ist der 9. November 2026. Zusendung bitte an: redaktion [at] prokla.de.
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