Bd. 52 Nr. 208 (2022): StaatsKapitalismus

Cover PROKLA 208: StaatsKapitalismus

Der Begriff »Staatskapitalismus« erlebt seit dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 eine Renaissance. Aktuelle Transformationen in der globalen Ökonomie wie der Aufstieg Chinas, aber auch eine scheinbar prominentere Rolle des Staates in Wirtschaftspolitiken der Zentren, werfen die Fragen auf: Wie verändert sich Staatlichkeit im globalisierten Kapitalismus und gibt es einen »neuen« Staatskapitalismus? Lässt sich unter dem Schlagwort des Staatskapitalismus gar von einer »Rückkehr des Staates« in den Zentren sprechen, etwa an staatlichen Eingriffen in der Coronakrise, grünen Transformationsstrategien oder dem Bedeutungsgewinn von staatlich organisierten Unternehmensformen auch außerhalb Chinas? Die PROKLA untersucht die Aktualität der Rede vom Staatskapitalismus und analysiert, wie sich das Verhältnis von Staat und Kapital, die Rolle von Staatlichkeit in der Organisation des Ökonomischen jenseits einer Staat-Markt-Dichotomie verstehen lässt. Wie veränderte sich historisch das Verhältnis von Staatlichkeit und Kapital in den Zentren? Wie unterscheidet sich die Rolle des Staates in der Organisation des Ökonomischen zwischen als staatskapitalistisch und als marktliberal bezeichneten Ökonomien?

Veröffentlicht: 2022-09-05

Editorial