Sozialistische Gewerkschaftsarbeit und „Revolutionäre Gewerkschaftsopposition" - Probleme und Perspektiven sozialistischer Gewerkschaftsarbeit und ihre organisatorische Scheinlösung in der RGO

Autor/innen

  • Autoren Kollektiv

DOI:

https://doi.org/10.32387/prokla.v3i8/9.1798

Schlagworte:

Gewerkschaften, Sozialismus, KPD, RGO, Arbeiterbewegung

Abstract

Wenn dieser Aufsatz im Druck erscheint, mag die hier kritisierte Gruppe um die KPD/ AO bereits verboten sein. Eine solche Kritik gerät dann leicht in die Situation, als willkürliche oder unbewußte Unterstützung der Aktionen des Staatsapparats
mißdeutet zu werden. Wir meinen, daß mit der gegenwärtig laufenden Kampagne gegen die KPD/AO die gesamte Linke getroffen werden soll (was sich unschwer an der Erweiterung des staatlichen Maßnahmenkatalogs und der versuchten Einschüchterung sozialistisch orientierter Gruppen innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften zeigen ließe). Die in der gemeinsamen Abwehr der Aktion des Staatsapparats gegen die Linke in der BRD notwendige Solidarität kann für uns aber nicht bedeuten, daß die inhaltliche Auseinandersetzung mit den betroffenen Gruppen nicht geführt wird. Die nachfolgende kritische Auseinandersetzung mit der Taktik der KPD/AO-Gruppe, des Aufbaus einer „Revolutionären Gewerkschaftsopposition", soll auf dem Hintergrund einer Einschätzung der historischen und aktuellen Probleme der Gewerkschaftsarbeit exemplarisch die Gefahren aufzeigen, die darin liegen, daß für die vorgestellten und tatsächlichen Fragen sozialistischer Gewerkschaftsarbeit losgelöst von ihren gesellschaftlichen Bedingungen vorschnell organisatorische Lösungen angeboten werden bzw. überhaupt die Arbeit sozialistischer Arbeiterkader in den Gewerkschaften auf ein Organisationsproblem reduziert wird.

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Veröffentlicht

1973-09-01

Ausgabe

Rubrik

Artikel des Heftschwerpunkts