Das Geld im Imperialismus

Autor/innen

  • Hermann Bruhn
  • Dirk Wölfing
  • Bernd Koch

DOI:

https://doi.org/10.32387/prokla.v4i11/12.1779

Schlagworte:

Geld, Imperialismus, Warenproduktion, Kapital, Kreditwesen

Abstract

Im folgenden Artikel soll versucht werden, die Möglichkeit der Inflation und der Weltwährungskrisen, also spezifische Phänomene des Imperialismus, darzustellen. Diese sind durch die Loslösung der Form des Wertes von seiner stofflichen Gestalt im Papiergeld gesetzt, denn nur als Papiergeld ist ihr Wert willkürlich und nicht mehr durch das Quantum der in ihr vergegenständlichten Arbeit bestimmt. Dies soll in seiner Notwendigkeit abgeleitet werden. Stellt der Wert die Form der Verausgabung der menschlichen Arbeit im Kapitalismus dar, so ist Spezifikum der kapitalistischen Form des Aneignungsprozesses der Natur durch den Menschen der Doppelcharakter der Arbeit. Der Widerspruch zwischen abstrakt menschlicher und konkret nützlicher Arbeit findet seine Bewegungsform in der Verdoppelung der Ware in Ware und Geld. Insofern stellt das Geld die vergegenständlichte Form kapitalistischer Produktionsweise dar. Deshalb muß sich im Geld notwendigerweise die Entwicklung des Kapitalismus reflektieren. Die Loslösung des Geldes von seiner stofflichen Gestalt setzte die Entfaltung des Kreditwesens, die sich mit der Herausbildung des voll entfalteten Kapitalismus vollzog, voraus. Die Entstehung des Bankenwesens und die Verallgemeinerung des Kreditwesens ist konstitutives Element der entwickeltsten Stufe des Kapitalismus im Imperialismus. Dies führte zugleich zu seinem hervorstechendsten Merkmal, dem Monopol.

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Veröffentlicht

1974-03-01

Zitationsvorschlag

Bruhn, H., Wölfing, D., & Koch, B. (1974). Das Geld im Imperialismus. PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 4(11/12), 149-210. https://doi.org/10.32387/prokla.v4i11/12.1779

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