Frauenarbeit im unterentwickelten Kapitalismus

Autor/innen

  • Carola Donner-Reichle
  • Ruth Erlbeck
  • Gunhild Rauch

DOI:

https://doi.org/10.32387/prokla.v8i33.1655

Schlagworte:

Frauenarbeit, Kapitalismus, Subsistenzproduktion, Peripherie, Kenia

Abstract

Der Subsistenzsektor in Ländern des peripheren Kapitalismus ist weder durch die Modernisierungstheorien, deren Bankrott schon häufig erklärt, deren Anwendung aber doch praktiziert wird, noch durch den Theorieansatz der strukturellen Heterogenität oder des ungleichen Tausches in zureichendem Maß erfaßt worden. Die Ambivalenz der Teilauflösung des Subsistenzsektors einerseits, seiner Aufrechterhaltung andererseits und das Wissen von der kapitalistischen als der dominanten Produktionsweise, sagt wenig über die vorherrschenden Beziehungen und die Produzenten innerhalb dieses Sektors aus. Hinlänglich unbekannt war bis vor kurzem, daß die Frau in vielen Regionen der Dritten Welt die Hauptarbeitskraft im Subsistenzsektor der Landwirtschaft ist.
Frauen tragen die Hauptlast der Unterentwicklung in Ländern des peripheren Kapitalismus; sie werden zum Verharren im traditionellen, stagnanten Subsistenzsektor gezwungen, während die Männer eher migrieren und zumindest tendenziell in den kapitalistischen Sektor Eingang finden. Diese von un~ aufgestellten Thesen sollen im Folgenden auf zwei einander ergänzenden Ebenen ausgeführt und belegt werden.

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Veröffentlicht

1978-12-01

Zitationsvorschlag

Donner-Reichle, C., Erlbeck, R., & Rauch, G. (1978). Frauenarbeit im unterentwickelten Kapitalismus. PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 8(33), 118–126. https://doi.org/10.32387/prokla.v8i33.1655

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