Geld - Störfaktor oder Systemmerkmal?

Autor/innen

  • Hansjörg Herr

DOI:

https://doi.org/10.32387/prokla.v16i63.1378

Schlagworte:

Geld, Geldtheorie, Keynes, Geldwirtschaft

Abstract

Es gibt zwei sich grundsätzlich ausschließende Ansichten über die Funktion des Geldes in einer kapitalistischen Marktökonomie: Einmal wird behauptet, Geld spiele ( zumindest in langfristigerPerspektive) keine Rolle. Letztlich setzen sich die Gesetze einer »Realsphäre« unabhängigvom Geld durch. Neoklassik und Klassik sind sich an diesem Punkt einig - und diestrotz ihrer völlig unterschiedlichen Visionen über die Funktionsweise der »Realsphäre«. Doch soll uns diese Frage bei der Untersuchung des Verständnisses von Geld nicht näher beschäftigen. Eine zweite Sichtweise geht davon aus, Geld sei das entscheidende Systemmerkmaleiner kapitalistischen Geldwirtschaft und gehöre zur immanenten Grundstruktur der Ökonomie. Bei diesem Verständnis von Geld ist es unmöglich, einen Geldschleier wegzuziehen, um dann zu den harten realwirtschaftlich bestimmten Gesetzen zu kommen. Die Frage nach Neutralität bzw. Nicht-Neutralität von Geld verliert hier ihren Sinn. Diese Vorstellung über Geld findet im Keynesschen Paradigma ihren Ursprung.

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Veröffentlicht

1986-06-01

Zitationsvorschlag

Herr, H. (1986). Geld - Störfaktor oder Systemmerkmal?. PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 16(63), 108–132. https://doi.org/10.32387/prokla.v16i63.1378

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