http://prokla.de/index.php/PROKLA/issue/feed PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 2019-04-23T19:12:35+02:00 Ingo Stützle stuetzle@prokla.de Open Journal Systems <p>Die PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft ist eine deutsche Peer-Review-Zeitschrift, in der seit 1971 Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie bearbeitet. Im Zentrum stehen dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse, Polarisierungen im internationalen System und das gesellschaftliche Naturverhältnis.</p> http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1791 Editorial 2019-04-23T19:12:35+02:00 PROKLA Redaktion redaktion@prokla.de <p>Editorial</p> 2019-03-25T14:06:37+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1775 Weltmarkt, Nationalstaat und ungleiche Entwicklung 2019-04-23T19:12:34+02:00 Thomas Sablowski sablowski@soz.uni-frankfurt.de <p>Internationale Arbeitsteilung und ungleiche Entwicklung sind die Achillesferse jeder emanzipatorischen Politik auf nationaler Ebene und jedes Versuchs internationaler Organisierung der Lohnabhängigen. Es gilt daher, die Ursachen und Formen der Internationalisierung des Kapitals unter strategischen Gesichtspunkten zu untersuchen. Dieser Text setzt sich mit bisherigen marxistischen Versuchen, die Internationalisierung des Kapitals zu begreifen, kritisch auseinander. Im ersten Teil geht es um die marxsche Kritik der politischen Ökonomie, die klassischen Imperialismustheorien sowie die Dependenz- und Weltsystemtheorien. Im zweiten Teil werden die westdeutsche Weltmarktdiskussion und französische Arbeiten zur Internationalisierung des Kapitals aus den 1970er und 1980er Jahren sowie einige neuere Beiträge zur Diskussion über die Globalisierung behandelt.</p> 2019-03-25T14:07:31+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1771 Indiens großer Sprung 2019-04-23T19:12:33+02:00 Jakob Graf jakob.graf@prokla.de <p>Indien scheint im Schatten des chinesischen Wunders zu verschwinden. Die Relevanz der indischen Wirtschaft wird jeodoch meist unterschätzt. Nicht nur wegen der schieren Bevölkerungszahl, sondern auch aufgrund seines spezifischen Entwicklungspfades ist Indien in der heutigen globalen politischen Ökonomie äußerst relevant. Der Beitrag analysiert Indiens eigenwilligen Weg der Integration in das Weltsystem. Darüber hinaus wird aufgezeigt, warum es eine permanente Produktion einer indischen "Überflussgesellschaft" gibt und wie dies zu einer krisenhaften Dynamik und sozialen Konflikten führt.</p> 2019-03-25T14:13:53+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1770 Compact with Africa – der deutsche Beitrag zur Investitionsliberalisierung und Finanzialisierung in Afrika 2019-04-23T19:12:32+02:00 Frauke Banse frauke.banse@posteo.de <p>Der Artikel analysiert den im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft ins Leben gerufenen Compact with Africa (CwA). Der CwA zielt zum einen darauf ab, so das Argument, so genannte WTOplus-Themen zu etablieren, die in den bilateralen Freihandelsabkommen mit afrikanischen Staaten (EPAs) bisher nicht durchsetzbar waren. Zum anderen geht der CwA über die Ambitionen dieser Freihandelsverträge hinaus. Er zielt auf strukturelle Veränderungen afrikanischer Finanzmärkte und afrikanischer staatlicher Finanzierungsmodi. Damit reiht sich der CwA in das von den G20 verfolgte Projekt, über eine Vertiefung von Finanzmärkten in der (Semi-)peripherie die ‚Resilienz‘ globaler Finanzmärkte zu stärken. In diesem Vorhaben der G20 spielt Deutschland eine führende Rolle. Entsprechend diskutiert der Beitrag das gesonderte Interesse Deutschlands in diesen Prozessen.</p> 2019-03-25T14:14:24+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1769 Globalisierungskonflikte 2019-04-23T19:12:32+02:00 Hans-Jürgen Bieling hans-juergen.bieling@uni-tuebingen.de <p>Die intensivierten weltökonomischen Konflikte verweisen auf eine tiefe Krise der transatlantischen Globalisierungspolitik. Die EU hatte bereits in den 2000er Jahren einen Kursschwenk von einer „tiefen“, umfassenden und multilateralen zu einer pragmatisch orientierten, exzessiv-bilateralen Liberalisierungspolitik vollzogen. Konfrontiert mit der „Doppelkrise“ – aus populistischem Nationalismus und aufkommendem Protektionismus – hält sie an diesem Kursschwenk grundsätzlich fest. Sie löst sich zudem vorsichtig aus der Verpflichtung auf eine enge transatlantische Kooperation. Aufgrund EU-interner Dissonanzen und Interessendivergenzen bleibt diese Loslösung strategisch und programmatisch jedoch schwach profiliert.</p> 2019-03-25T14:16:02+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1768 Direkte Konfrontation statt Umzingelung 2019-04-23T19:12:31+02:00 Christoph Scherrer scherrer@uni-kassel.de <p>Obamas verfolgte Strategie zur Öffnung des chinesischen Marktes war die Umzingelung Chinas mittels der Transpazifische Partnerschaft (TPP). Da diese innenpolitisch nicht durchsetzbar war, versucht es nun Trump mit direkter Konfrontation: hohe Strafzölle für Importe aus China und Blockierung von chinesischen Übernahmen US-Technologiekonzerne. Das harte Vorgehen gegenüber den Handelspartnern soll sicherstellen, dass Trumps Basis die neu ausgehandelten Verträge akzeptiert wird, auch wenn diese sich inhaltlich wenig vom TPP-Vertrag unterscheiden: stärkerer Schutz des geistigen Eigentums, ungehinderter Daten- und Finanzfluss und Einschränkung der Subventionen für Staatskonzerne. Gramscis Hegemoniekonzept leitet die Argumentation an.</p> 2019-03-25T14:16:31+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1541 Geld, Weltmarkt und monetäre Dependenz 2019-04-23T19:12:30+02:00 Kai Koddenbrock Kai.Koddenbrock@uni-wh.de <p>Die Franc-CFA-Währung ist in Europa außerhalb Frankreichs weitgehend unbekannt. Sie wird jedoch, streng an den Euro gebunden, seit 1945 von den meisten ehemaligen französischen Kolonien genutzt und von Frankreich aus mitgesteuert. Der vorliegende Aufsatz analysiert den Franc CFA als besonders restriktives Währungsarrangement, das die Funktionsweise kapitalistischen Geldes und die aus ihm resultierenden Struktur monetärer Dependenz erhellen hilft. Alle Länder unterliegen auf dem Weltmarkt den Restriktionen, die kapitalistisches Geld als Ware und Kredit-Schuldbeziehung ausübt. Länder des Globalen Südens werden in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt, zielgerichtete Politik wird durch Abhängigkeit von Euro und US-Dollar erschwert. Die besonders restriktiven Mechanismen des Franc CFA radikalisieren diese monetäre Dependenz und werden in diesem Aufsatz theoretisch gefasst, um eine genuin globale politische Ökonomie des Geldes zu entwickeln.</p> 2019-03-25T14:17:03+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1417 Eine „tickende geostrategische Zeitbombe“? 2019-04-23T19:12:29+02:00 Axel Anlauf axelanlauf@gmail.com <p>Phosphor ist ein nicht ersetzbarer Nährstoff in Düngemitteln, die essentiell für die Produktion günstiger Nahrungsmittel sind. Der vorliegende Artikel analysiert die Veränderungen in der globalen Phosphatindustrie in einer longue-durée-Perspektive und geht besonders auf Entwicklungen seit den plötzlichen Preisanstiegen 2007 und 2011 ein. Zwar wird seitdem eine langfristig durchaus relevante geologische Erschöpfung des Rohstoffs Phosphatgestein diskutiert (peak phosphorus), derzeit kommt es aber eher zu einer politisch regulierten Verteuerung von Phosphatprodukten für importierende Länder (USA, Europa, Brasilien, Indien). Der Rohstoff liegt stark konzentriert in China und Marokko, die zunehmend eigene Interessen gegen die alten Zentren des Weltsystems (USA, Europa) durchsetzen können.</p> 2019-03-25T14:17:35+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1773 Frankreichs Widersacher, Deutschlands „bad cop“? 2019-04-23T19:12:34+02:00 Simon Guntrum simon.guntrum@uni-tuebingen.de <p>Der Artikel beschäftigt sich mit der Rolle der neu formierten „Hanseatischen Liga“ – einem Zusammenschluss aus acht nord(-ost)europäischen EU-Staaten – und deren Positionierung innerhalb aktueller Reformdebatten der Wirtschafts- und Währungsunion. Es wird argumentiert, dass eine Fokussierung auf das deutsch-französische Verhältnis den Blick auf ein erweitertes Feld zwischenstaatlicher Kräfteverhältnisse verstellt, in denen die anderen Mitgliedstaaten sich zwar um diese beiden Blöcke Frankreich und Deutschland gruppieren, aber durchaus eigene Koalitionen eingehen und Akzente setzen. Der Artikel soll eine erste Bestandsaufnahme leisten und zeigen, auf welche Dynamiken die Formierung der Hansa zurückzuführen ist, welche Positionierung sie in den Reformdebatten einnimmt und ob die Hansa lediglich der verlängerte Arm der deutschen Stabilitätsunion oder doch einen eigenständigen Widersacher der französischen Reformbestrebungen darstellt.</p> 2019-03-25T14:12:32+01:00 ##submission.copyrightStatement## http://prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1772 „Stadt von rechts“ oder „Recht auf Stadt“? 2019-04-23T19:12:33+02:00 Peter Bescherer peter.bescherer@posteo.de <p>Der Beitrag beschäftigt sich mit der Bedeutung des Stadt-Land-Unterschied in der Analyse des politischen Rechtsrucks in Deutschland. Er widerspricht der Entgegensetzung kosmopolitischer urbaner und traditionalistischer ruraler Räume, hält aber an der Relevanz sozialräumlicher Unterschiede fest. Städtische Problemlagen wie die Wohnraumversorgung können demnach Ausgangspunkt einer „Stadt von rechts“ sein. Im zweiten Teil diskutiert der Text, welche Rolle städtische soziale Bewegungen in der Auseinandersetzung mit dem rechten Populismus spielen.</p> 2019-03-25T14:13:07+01:00 ##submission.copyrightStatement##