Geld, Weltmarkt und monetäre Dependenz

Was uns die westafrikanische Franc-CFA-Zone über kapitalistisches Geld sagt

  • Kai Koddenbrock
Schlagworte: monetärer Dependenz, Dependenztheorie, Internationale Politische Ökonomie, Währungshierarchie

Abstract

Die Franc-CFA-Währung ist in Europa außerhalb Frankreichs weitgehend unbekannt. Sie wird jedoch, streng an den Euro gebunden, seit 1945 von den meisten ehemaligen französischen Kolonien genutzt und von Frankreich aus mitgesteuert. Der vorliegende Aufsatz analysiert den Franc CFA als besonders restriktives Währungsarrangement, das die Funktionsweise kapitalistischen Geldes und die aus ihm resultierenden Struktur monetärer Dependenz erhellen hilft. Alle Länder unterliegen auf dem Weltmarkt den Restriktionen, die kapitalistisches Geld als Ware und Kredit-Schuldbeziehung ausübt. Länder des Globalen Südens werden in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt, zielgerichtete Politik wird durch Abhängigkeit von Euro und US-Dollar erschwert. Die besonders restriktiven Mechanismen des Franc CFA radikalisieren diese monetäre Dependenz und werden in diesem Aufsatz theoretisch gefasst, um eine genuin globale politische Ökonomie des Geldes zu entwickeln.

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Veröffentlicht
2019-03-25
Zitationsvorschlag
Koddenbrock, K. (2019). Geld, Weltmarkt und monetäre Dependenz. PROKLA. Zeitschrift Für Kritische Sozialwissenschaft, 49(194), 137-156. https://doi.org/10.32387/prokla.v49i194.1541
Rubrik
Artikel des Heftschwerpunkts