Wohnen in Österreich:

Von der sozialen Infrastruktur zur Finanzanlage

  • Christian Zeller
  • Andreas Van-Hametner
  • Christian Smigiel
  • Karolin Kautzschmann
Schlagworte: Österreich, Finanzdominierte Akkumulation, Wohnungspolitik, Stadtsoziologie

Abstract

Ausgehend von der Charakterisierung der Ökonomie Österreichs als exportorientiertem finanzdominiertem Akkumulationsregime, in dem finanzielle Verwertungsstrategien und die Erzielung von Rentenerträgen zunehmend wichtiger geworden sind, analysieren wir die österreichische Wohnungspolitik. Wir stellen die wesentlichen wohnungspolitischen Instrumente auf der nationalen Ebene vor und zeigen wie sich diese im Laufe der Zeit verändert haben. Wir argumentieren, dass die subnationalen Maßstabsebenen wichtig für die Beurteilung von Wohnungsmärkten sind. Dies wird an den Beispielen Salzburg und Linz verdeutlicht. In beiden Städten untersuchen wir, wie die Wohnregime zunehmend finanzielle Verwertungsinteressen begünstigen und Wohnen zunehmend stärker als Ware verwerten. Damit tritt die staatliche Bereitstellung einer gesellschaftlichen Infrastruktur für unterschiedliche Bevölkerungsschichten zunehmend in den Hintergrund. Wir zeigen Tendenzen einer zunehmenden Individualisierung der Wohnungspolitik.

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Veröffentlicht
2018-12-14
Zitationsvorschlag
Zeller, C., Van-Hametner, A., Smigiel, C., & Kautzschmann, K. (2018). Wohnen in Österreich:. PROKLA. Zeitschrift Für Kritische Sozialwissenschaft, 48(193), 597-616. https://doi.org/10.32387/prokla.v48i193.1148
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