Die Rolle von Niedriglohnperipherien in den globalen Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie

Der Fall Mittelosteuropas

Schlagworte: Niedriglohn, Wertschöpfungsketten, Automobilindustrie, Mittelosteuropa, dependent market economy

Abstract

Die Rolle von Niedriglohnperipherien in den globalen Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie. Der Fall Mittelosteuropas. Welche Perspektiven bietet die Inklusion in die globalen Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie für Niedriglohnperipherien? Am Beispiel Mittelosteuropas zeigt der vorliegende Artikel eine ambivalente Entwicklung. Auf der einen Seite haben die mittelosteuropäischen Standorte der Automobilindustrie eine tiefgreifende Modernisierung von Produkten und Technologien durchlaufen. Auf der anderen Seite bleibt die Region höchst abhängig von Verbrennungsmotortechnologien, während Innovationsaktivitäten im Bereich von Zukunftstechnologien (z.B. Elektromobilität) sehr begrenzt sind. Zudem hat die Dominanz neoliberaler Politikstrategien in Mittelosteuropa eine Entkopplung der wirtschaftlichen von der sozialen Entwicklung in Form stagnierender Löhne sowie fehlender Investitionen in Aus- und Weiterbildung gefördert.

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Veröffentlicht
2018-12-13
Zitationsvorschlag
Krzywdzinski, M. (2018). Die Rolle von Niedriglohnperipherien in den globalen Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie. PROKLA. Zeitschrift Für Kritische Sozialwissenschaft, 48(193), 523–544. https://doi.org/10.32387/prokla.v48i193.1144
Rubrik
Artikel des Heftschwerpunkts