Video - Christoph Scherrer: US-Handelspolitik unter Trump mit China

2019-04-15

Die Umwälzungen auf dem Weltmarkt haben ihren Ursprung nicht zuletzt in den tektonischen Verschiebungen im Verhältnis zwischen China und den USA. Bereits Obamas verfolgte eine Strategie zur Öffnung des chinesischen Marktes durch die Umzingelung Chinas mittels der Transpazifische Partnerschaft (TPP). Mit der Wahl von Donald Trump änderte sich diese Strategie zur direkten Konfrontation: hohe Strafzölle für Importe aus China und Blockierung von chinesischen Übernahmen US-Technologiekonzerne. Das harte Vorgehen gegenüber den Handelspartnern soll sicherstellen, dass Trumps Basis die neu ausgehandelten Verträge akzeptiert wird, auch wenn diese sich inhaltlich wenig vom TPP-Vertrag unterscheiden: stärkerer Schutz des geistigen Eigentums, ungehinderter Daten- und Finanzfluss und Einschränkung der Subventionen für Staatskonzerne. Im Interview erläutert Prof. Dr. Christoph Scherrer seine Thesen und verweist auf die Parallelen zwischen der Präsidentschaft von Roland Reagan und Donald Trump. Er kommt zum Schluss, dass Trump ebenso wie Reagan ein Befürworter des Freihandels und kein Protektionist ist. Christoph Scherrer ist Professor an der Universität Kassel für Internationale Politische Ökonomie.