Out now: PROKLA 194: Weltmarktgewitter: Politik und Krise des globalen Kapitalismus

2019-03-27

"Die Zukunft von Volkswagen wird sich auf dem chinesischen Markt entscheiden“, sagte der VW-Chef Herbert Diess im Januar 2019. Diese Aussage ist symptomatisch für aktuelle Verschiebungen in der globalen Arbeitsteilung. #China ist nicht mehr einfach lediglich die Werkbank des Westens. Allerdings lässt sich nicht von einem einseitigen Aufstieg der (Semi-)Peripherien sprechen, der unabhängig von der globalen Ausdehnung des Kapitalismus und seiner Strukturprobleme analysiert werden könnte. Beim neu aufflammenden „Weltmarktgewitter“, so der Titel der neuen PROKLA, haben wir es also mit einer Gleichzeitigkeit von Kontinuität und Bruch zu tun: Einerseits verändert sich die globale Arbeitsteilung in rasantem Tempo, was zu neuen Konflikten führt. Andererseits ereignet sich der Aufstieg Chinas und anderer Staaten des globalen Südens vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Transnationalisierung des Kapitals, die auch weiterhin einer Form der internationalen politischen Regulation bedarf. Diesem Spannungsfeld nähert sich die neue #PROKLA entlang theoretischer Debatten und geopolitischer Konflikte sowie anhand monetärer und stofflicher Dimensionen des #Weltmarkts.