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NEU: PROKLA 196: Krise der europäischen Sozialdemokratie

2019-09-28

Im Mai 2019 erlitt die europäische Sozialdemokratie bei den Europawahlen ein Fiasko. Sie holte eines der schlechtesten Ergebnisse in ihrer Geschichte. Das Wahlergebniss ist Ausdruck einer tiefen Krise des sozialdemokratischen Projekts und Ergebnis seines langjährigen Niedergangs. Mittlerweile liegen die goldenen Jahre sozialdemokratischer Wahlerfolge etwa 20 Jahre zurück. Seit den 1990er Jahren unterlag die Sozialdemokratie einem inhaltlichen wie strategischen Transformationsprozess, der als „Marktsozialdemokratie“ (Oliver Nachtwey) bezeichnet wird. Die damit einhergehenden Legitimationsdefizite entfernten die europäischen sozialdemokratischen Parteien von ihrer angestammten Klientel. Fortan wollten sie Parteien der „Mitte“ sein. Die Krise seit 2008 beschleunigte den Niedergang, der von einer tektonischen Verschiebung innerhalb des Parteiensystems begleitet ist. Die neue PROKLA 196 analysiert die „Krise der (europäischen) Sozialdemokratie“ und arbeitet in verschiedenen Artikeln ihre gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Gründe heraus.

Es schreiben u.a. Ingo Schmidt, Angela Wigger, Armin Puller, Manfred Wannöfel, Laura Horn, Stephan Lessenich, Janis Ehling und viele mehr. Außerhalb des Schwerpunkts führt Floris Biskamp unsere Debatte zum Aufstieg des Rechtspopulismus weiter und diskutiert die kulturelle Erklärungen der rechten Wahlerfolge.

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Bd. 49 Nr. 196 (2019): Krise der (europäischen) Sozialdemokratie

Im Mai 2019 erlitt die europäische Sozialdemokratie bei den Europawahlen ein Fiasko. Sie holte eines der schlechtesten Ergebnisse in ihrer Geschichte. Das Wahlergebniss ist Ausdruck einer tiefen Krise des sozialdemokratischen Projekts und Ergebnis seines langjährigen Niedergangs. Mittlerweile liegen die goldenen Jahre sozialdemokratischer Wahlerfolge etwa 20 Jahre zurück. Seit den 1990er Jahren unterlag die Sozialdemokratie einem inhaltlichen wie strategischen Transformationsprozess, der als „Marktsozialdemokratie“ (Oliver Nachtwey) bezeichnet wird. Die damit einhergehenden Legitimationsdefizite entfernten die europäischen sozialdemokratischen Parteien von ihrer angestammten Klientel. Fortan wollten sie Parteien der „Mitte“ sein. Die Krise seit 2008 beschleunigte den Niedergang, der von einer tektonischen Verschiebung innerhalb des Parteiensystems begleitet ist. Die neue PROKLA 196 analysiert die „Krise der (europäischen) Sozialdemokratie“ und arbeitet in verschiedenen Artikeln ihre gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Gründe heraus.

Veröffentlicht: 2019-09-23
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